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Freunde zu haben ist wichtig

Es ist sehr wichtig Freunde zu haben. Echte Freunde zu finden ist schwer aber nicht unmöglich. Warum sind Freunde wichtig?

  • Freunde sind wichtig, um die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen.
  • Freunde zeigen einem Grenzen auf und weisen uns auf  Chancen und Möglichkeiten hin.
  • Freunde sind ein guter Ausgleich zu unserem alltäglichen Frust und Stress.
  • Freunde trösten uns und fangen uns in emotional schwierigen Situationen auf.
  • Freunde loben und bestätigen uns und geben uns Selbstsicherheit.
  • Freunde fördern unsere Fähigkeit mit anderen mitzufühlen, unsere Kritik- und Kompromissfähigkeit.
  • Freunde helfen uns im Alltag, z.B. bei Umzügen oder weil sie die “richtigen” Leute kennen.
  • Freunde schützen uns vor seelischen Krankheiten und sie verlängern unser Leben.

Ohne Freunde fühlen wir uns irgendwie einsam, auch wenn wir einen Beziehungs- oder Ehepartner haben. Warum ist das so?

An zu wenig sozialen Kontakten, also Kontakten zu anderen Menschen, dürfte dies kaum liegen, zumindest wenn wir tatsächlich in einer Beziehung sind und im Schul- oder Berufsleben stehen.

Woher kommt das Bedürfnis, mindestens einen guten oder besten Freund zu haben?

Selbstdefinition, “Selbst-Bewusstsein”
Freunde sind wichtig, um sich selbst zu definieren: Was sind meine Stärken und was sind meine Schwächen? Wo habe ich noch Potential und wo sind meine Grenzen? Zum Verständnis: Es geht nicht darum, im körperlichen Wettbewerb zu erkennen, wer der Schnellere oder Stärkere ist, sondern durch das Äußern von Gedanken gegenüber dem Freund bemerken wir, was uns aufregt und was uns freut, wo wir verzweifelt sind und wo wir Hoffnung schöpfen. Es ist ein bisschen wie beim Beten: Durch die Aussprache unserer Gedanken sehen wir klarer, können plötzlich Entscheidungen treffen, wo wir vorher blockiert waren.

Natürlich spielen auch die konkreten Rückmeldungen des Freundes eine wichtige Rolle: Wo leidet er mit uns, wo hat er Trost und Tipps, aber wo ist er auch einer ganz anderen Meinung und lenkt unser Denken in eine neue Richtung, befördert einen Perspektivwechsel? Freunde geben einem ständig Rückmeldungen über das eigene Verhalten, ungeschminkte Rückmeldungen, durch die man sich bestätigt fühlt oder veranlasst fühlt, das eigene Verhalten zu verändern. Freunde unterstützen uns, aber korrigieren uns auch!

Wer keine Freunde hat, weiß insgesamt weniger über sich selbst – die Person, die jeder am besten kennen möchte.

Ventil und Ausgleich
Schule, Beruf, Familienleben – ständig kommt es im Alltag zu Frustrationen, Enttäuschungen, Verlusten und Ärger. Wem könnte man seine aufwühlenden Erlebnisse besser mitteilen als einem Freund, bei dem man mal so richtig mit der Faust auf den Tisch hauen oder die Tränen fließen lassen kann. Den man beim gemeinsamen Sport mal so richtig “fertigmachen” kann. Mit dem man die Nacht durchtanzen kann und so endlich wieder richtige Entspannung erfährt.

Emotionaler Rückhalt
Auch wenn man in einer Beziehung ist, nicht alles, was man auf dem Herzen hat, kann oder möchte man dem Partner erzählen. Sei es, weil es einem peinlich ist oder weil der Partner für gewisse Situationen kein Verständnis aufbringt. Freunde sind unser emotionales Sprungnetz, das uns auffängt, wenn wir fallen. Insbesondere bei Schicksalsschlägen sind Freunde oft eine große Hilfe, weil sie uns formal weniger nahestehen als Verwandte, also einen objektiveren Blick auf gewisse Zusammenhänge haben, aber uns mental näher stehen als irgendjemand sonst.

Selbstsicherheit
Durch die Rückmeldungen unserer Freunde erfahren wir nicht nur einen emotionalen Ausgleich, sondern auch Ablehnung oder Bestätigung. Gerade diese Bestätigung gibt uns Sicherheit. Was gibt es Besseres, als von einer anderen Person die Richtigkeit des eigenen Handelns und der eigenen Gefühle bescheinigt zu bekommen? Es müssen nicht immer die Bestätigungen bei “großen” Entscheidungen sein, durch die wir Sicherheit bekommen. Auch das Lob über die neue Frisur oder die neu gekauften Schuhe freuen uns und bestätigen uns innerlich.

Förderung mentaler Fähigkeiten
Im Berufsleben spielen heutzutage emotionale Kompetenzen, die sogenannten “Soft Skills”, eine große Rolle. Nicht nur die Noten und der bisherige Berufsweg zählen, sondern auch die menschlichen Fähigkeiten. Freunde unterstützen die Ausbildung unserer eigenen Persönlichkeit und führen zu einem Verständnis für das Verhalten anderer Menschen.

Das Erkennen der Emotionen von anderen Menschen und das Mitfühlen sind Fähigkeiten, die in Freundschaften erlernt und geübt werden.

Unabdingbar für das Auskommen mit anderen Menschen ist zudem unsere Kritikfähigkeit, d.h. unsere Fähigkeit mit der Kritik durch andere umgehen zu können. Wenn unser Freund uns sagt, dass unser Verhalten beim letzten Spieleabend nicht in Ordnung war, müssen wir darauf reagieren und zwar im Optimalfall kontrolliert und sachlich und nicht aufbrausend und mit Schimpfworten unterlegt.

Kompromissfähigkeit ist im Leben und in einer Freundschaft ebenfalls von großer Bedeutung. Natürlich teilen wir nicht immer die aktuellen Interessen unseres Freundes: Wenn er eine bestimmte Ausstellung sehen möchte, wir aber nicht, muss ein Kompromiss gefunden werden, z.B. wird nach der Ausstellung noch das Handballspiel besucht, das der andere gerne sehen möchte.

Unser Umgang mit Freunden lehrt uns eine weitere emotionale Kernkompetenz: die Toleranz. Natürlich kann ein Freund in politischen Dingen anderer Meinung sein als Sie, trotzdem müssen Sie sachlich diskutieren können und Sie müssen weiterhin mit ihm in der Öffentlichkeit gesehen werden können.

“Anfassbare” Unterstützung
Neben der “geistigen” Stütze bieten Freunde auch ganz “handfeste” Unterstützung, sei es bei der Renovierung, beim Umzug, beim Kochen usw. Dieser Aspekt ist nicht zu verachten! Denn wie soll man alleine einen Umzug bewältigen, wenn man nicht das Geld für ein Umzugsunternehmen hat?

Psychische und physische Gesundheit
Ein Leben ohne Freunde ist möglich, aber für die meisten von uns nicht erstrebenswert: Einsamkeit, Frust, Depressionen, Lebensunlust, seelische Erkrankungen und auch physische Erkrankungen können die Folgen sein.

Sogar die Lebenserwartung ist verkürzt für Menschen mit wenig sozialen Kontakten. Einsamkeit ist in diesem Zusammenhang gleichzusetzen mit Rauchen oder starkem Übergewicht. Und hier entsteht oft ein Teufelskreis: Wer keine Freunde besitzt, wird krank und wer krank ist, findet keine Freunde. Untersuchungen haben ergeben, dass die Anwesenheit von Freunden, z.B. in Prüfungssituationen, vor Stress schützen kann.

Auch im Alter haben Freundschaften erwiesenermaßen einen positiven Effekt auf die psychische Gesundheit und die Lebenserwartung.

Zusammengefasst ist unser Umgang mit Freunden eine ständige Übung für das Leben: für die Schule, den Beruf und die Beziehung. Es sind Freunde, die unser Leben “rundmachen”, sie erleichtern es nicht nur, sie werten es auf. Sie sind ein Stück Lebensqualität und ein wichtiger Baustein zum Glück!

Tagesliste um neue Freunde zu finden:

Damit ich Freunde finde, habe ich heute dieses gemacht:

  • Ich habe mindestens einmal meine Wohnung verlassen.
  • Ich habe einen anderen Menschen gegrüßt.
  • Ich habe mit einem anderen Menschen gesprochen.
  • Ich habe erkannt, in welcher Stimmung dieser andere Mensch war.
  • Ich habe einen anderen Menschen angelächelt.
  • Ich habe einem anderen Menschen eine persönliche Frage gestellt.
  • Ich habe einem anderen Menschen etwas Persönliches über mich erzählt.
  • Ich habe mich von einem anderen Menschen nett verabschiedet.
  • Ich habe einem Treffen oder einer Aktivität zugestimmt, wenn mir diese angeboten wurde.
  • Ich habe vereinbarte Termine und Verabredungen eingehalten.
  • Ich habe selbst einen Termin oder eine Aktivität vorgeschlagen.
  • Ich habe einem anderen Menschen Hilfe angeboten oder Hilfe durch einen anderen Menschen angenommen.
  • Ich war ehrlich gegenüber anderen Menschen.

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